Was manche von euch vielleicht gar nicht wissen, ist dass ich vor einigen Jahren mal ein eigenes Online-Musikmagazin unter meiner Fuchtel hatte. Es nannte sich Vates Noctis (Uahhh, böse!) und einer der Höhepunkte dieser Zeit war mit Sicherheit die gleichnamige Compilation, die in einer Auflage von 1111 Stück erschien und die Underground-Bands die Möglichkeit bot sich für einen kleinen Unkostenbeitrag auf der CD mit einem Song präsentieren zu können. Vates Noctis wurde nach meinem Ausstieg noch eine Weile weitergeführt, existiert nun aber auch schon eine ganze Weile nicht mehr. Da meine kostbare Zeit, die ich als Schüler hatte, meist draufging meine Schreibsklaven zu motivieren und zu schauen, dass die Page an sich in Schuss war (reine HTML-Basis), kam ich oft nicht zum Rezensieren und zu den anderen schönen Seiten des Musikmagazin-Redakteur-Daseins.
Vates Noctis Underground Compilation Vol. 1 (Supreme Chaos Records) für einen Euro käuflich erwerben
Ab sofort möchte ich jedoch die Möglichkeit nutzen über meinen Blog in unregelmäßigen Abständen Neuveröffentlichungen verschiedener Genres anzukündigen und ein paar Zeilen darüber zu verfassen. Der grundlegende Unterschied zu meiner Tätigkeit von früher soll aber sein, dass ich nicht rezensieren muss (nein, ich werde keine drittklassigen Blackmetal-Labels wegen Promoscheiben anbetteln), sondern nur das reviewen, was mir einem Review würdig erscheint!
Und keine Angst, dies werden anno 2009 nicht mehr ausschließlich Metal-Schreiben sein (vermutlich werden’s gar keine sein), bin ja jetzt tooooootal “open-minded” geworden.
Anbei findet ihr noch einen Schmankerl aus meiner Vates Noctis – Zeit, hab mir da die eine oder andere böse E-Mail mit eingebrockt. Morddrohungen waren glücklicherweise keine dabei!
Cerberus – First destruction (live)
“NEIN! Was für ein Müllsound, live hin und her, so einen miesen Sound habe ich ja noch (fast) nie gehört. Die Härte ist, dass sowas ein Label veröffentlicht. Die Mucke kann wirklich noch so gut sein und die Musiker noch so begabt, aber durch diesen monokassettenrekorderproduzierten Brei dringt davon nichts durch. Ähmm… Leute, was denkt ihr eigentlich, wer soll das kaufen?! Wenn man sich stark konzentriert, kann man vielleicht feststellen, dass es sich bei Cerberus wirklich um keine schlechte Band handelt, aber jetzt mal im Ernst, wer will sich beim Musik hören in irgendeiner Art anstrengen? Die Idee dann noch ein Intro und ein Outro in Studioqualität draufzupacken, verdirbt mir dann noch vollends die Lust mich nur noch eine Minute länger mit der CD zu beschäftigen! Sorry Jungs, die ungenügende Soundqualität macht euch nicht noch EVILer und TRUEer als ihr eh schon seid! Als Bonus wird noch ein Videoclip geboten, der qualitativ superb auf die auf “First destruction (live)” gebotene Musik abgestimmt ist. Ein Punkt für die Tatsache es geschafft zu haben die CD bei einem Label zu vertreiben, zweiter und letzter Punkt für die Tatsache einen Videoclip bieten zu können, bei dem man selbst als Nicht-Seh-Geschädigter die Augen verkneifen muss, um sich einreden zu können, dadurch besser zu sehen!”
Zwar biegen sich mir Anbetracht der Rezension ebenfalls die Fußnägel nach oben, aber ich versichere, dass die thematisierte Scheibe kein Deut besser war! Die erste Veröffentlichung eine Live-Scheibe, die trauen sich vielleicht was… tststsss.